Stein der Weisen           www charys de

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Nein, ich halte keinen fertigen Stein der Weisen bereit. Ich habe alle Ingredienzien und die Rezeptur. Die Zeit zum Herstellen des Steines beträgt zwischen fünf und fünfzig Jahren. Die Möglichkeit, Fehler zu machen und spät erst zu bemerken, ist gegeben. Wer mir Ingredienzien und Rezeptur stiehlt, wird einen Stein des Bösen herstellen - meine Rezeptur wurde von meiner Mutter, der Hexe Monstra,  verfälscht. Nur ich kann im Lauf der Herstellung die Fehler vermeiden - man muss bei den Zwischenprodukten den richtigen Weiterweg erkennen. 

Ist klar, warum ich die Ingredienzien zum Stein der Weisen in meine Vitrine stelle - und nicht erneut bereit bin, ihn herzustellen? Weil ich mein Leben nicht vergeuden will. Und warum mich besser niemand gefangen setzt und mich zu zwingen versucht, diesen Stein herzustellen? Weil ich - und dazu genügen zwei Jahre - einen Stein des Bösen herstellen werde. Der Bezirk, in dem dieser Stein entsteht, ist verloren.

Und nun soll ich zuerst oder wenigstens zuletzt bitte sagen, was denn dieser Stein der Weisen bewirkt? Etwas Süßes, Abschließendes und Verwirrendes. Eine philosophische Quintessenz, kein aus Chemikalien braubares materielles Gebilde. Zum Glück haben die Weisen aus dem Osten die Herstellung, besser gesagt den Weg zu dieser Quintessenz gründlicher als die religionsverblendeten Westler studiert und dem Ding einen guten Namen gegeben: Der alchemistische Stein der Weisen ist gleichbedeutend mit der „Erleuchtung".

Was also tun anstatt mich mit diesem Produkt zu beauftragen, das heutzutage von mir nicht mehr bereitgestellt wird, das vielleicht gar niemand mehr seit 1800 herzustellen vermag? Freue dich über die enormen Erfindungen und manche funktionierende Ware nach dem Jahr 2000. Höre auf den Klang einer leeren Hand.