Berglicht           www charys de

Home ] Nach oben ] Bergwelt ] Botschaft ] [ Berglicht ] gründlich ] Bronzekuss ] Drehpunkt ] Yippies ]

Es kam einfach. Ja, einfach. Einfach kommt doch der Schwall eines Wasserstrahls vom hohen Teich, der Sprung hinauf auf den Gipfel, wenn man weniger als einen Meter davor steht. Der Schwall und der Sprung kamen so tatsächlich, sie waren so präsent wie Steine und Luft, dass ich auch imstande war, Sätze zu diktieren :
   

Ich habe die Phänomene leuchten gesehen. Ich habe sehr viel gesehen, das finale Botschaften enthielt zwischen dem Kosmos im Kleinen, dem Kosmos im Großen und als drittes dem Kosmos im Kopf. Ich habe Phänomene gesehen, die sich symbolisch gruppierten und Aussagen in sich ballten.

Über ihnen schwebte eine Aussage, die ich festhalten will, während ich mich nicht imstande fühle, die Phänomene alle einzeln zu artikulieren. Die allgemeine Botschaft war:

Du kannst gar nicht so viel und schon gar nicht in irgend einer Weise alles mit uns anfangen. Und du darfst dich glücklich schätzen, uns betreten zu haben, uns begegnet zu sein. Und du stehst hier nach der gemütlichen Phase, die gut war, sogar nach einem Anflug des Auskostens, mit dem du wohl merktest, dass du hier an dieser Stelle in Sekunden und Unendlichkeiten nebeneinander rechnen kannst, fühlen darfst und auskosten kannst - du stehst dann unter Zeitdruck: Lebende Wesen mit ihrem Geist - andere kommen hier gar nicht hin - sind hier nicht lange zugange.

Wir singen dir jetzt dein Lied zurück.
    

Dieses "zurück" erstickte bei mir in Schluchzen. Sie singen mich zurück, die Gestaltungen meines persönlichen Erlebens eines Überwindens gesellschaftsgeprägter Formulierungen von Gottheit und "Erleuchtung" - wahre Strukturen, die da in der Bergeshöhe in mir Person zu werden schafften, die mit mir sprachen, obwohl sie aus mir kamen - was ihrer Freundlichkeit, ihrer Ferne und unserer gemeinsamen Trauer über die zeitliche Kürze des Kontakts keinen Abbruch tat.

Charys am Matterhorn, fotografiert von seiner Freundin. Er sagte nichts zu ihr über seine innere Begegnung. Erst hier, in einer Nische der (Internet-) Welt, zeitlich versetzt vom Moment, nach einigem Überdenken, mit der von ihm gewünschten Gründlichkeit, berichtet er.

Der Bericht hier reiht sich ein in einen Gesang, den einzelne Menschen seit langem vortragen - oft genug, dass es zum Chor angewachsen ist. Wir hören uns Hildegard von Bingen mit hierzu Gleichlautendem an.